Author: Martina and Klaus

  • Vyn meets Whales

    Vyn meets Whales

    Bei uns hat die Saison angefangen und die ersten Gäste waren bereits da. Am letzten Donnerstag hatten wir dann aber einen ruhigen Tag und die Wettervorhersage für Hermanus war großartig. Meine tollen Mitarbeiterinnen, Portia und Sindi, hatten mir nämlich erzählt, dass sie noch NIE Wale gesehen haben. Da wohnen beide nun schon (fast) ihr ganzen Leben in Kapstadt und arbeiten seit Jahren in Guest Houses. Wie vielen Gästen müssen sie schon zugehört haben, die direkt aus Hermanus nach Kapstadt kamen und begeistert von ihren Walsichtungen berichtet haben?

    Also habe ich sie gefragt, ob sie gerne mit mir eine Tour nach Hermanus machen möchten und die Begeisterung war groß. Bevor es los ging, haben beide noch Fotos in der Lounge geschossen.

    Wir fuhren also die N2 raus, über den Sir Lowry‘s Pass immer weiter geradeaus bis wir kurz vor Botrivier rechts abgebogen sind, um über die R43 runter an die Küste zu fahren. Auf dem Weg war der Speicher eines der Handys der Damen schon voll, so viel hatten sie aus dem fahrenden Auto bereits fotografiert. Und das Beste sollte ja erst noch kommen.

    In Hermanus angekommen sind wir gleich auf den Parkplatz des The Marine Hotels gefahren, da wir dort später zu Mittag essen wollten. Die wenigen Schritte bis zur vollen Sicht auf die ersten Wale waren schnell gemacht und dann sahen wir sie: diverse Gruppen von Walen – Mütter mit ihren Kälbern und auch Mating Groups, also mehrere Bullen, die um eine Walkuh herumschwimmen. Für mich sind diese riesigen Meeressäuger immer noch beeindruckend, auch wenn ich sie schon so oft gesehen habe und ich habe mich sehr für die Beiden gefreut, das nun auch erleben zu können.

    Danach sind wir dann noch bei herrlichem Sonnenschein den Cliff Path entlangspaziert und haben immer mehr und weitere Wale gesehen. Ich hatte gelesen, das letzte Zählungen ergeben hatten, dass sich in diesem Jahr besonders viele Tiere in der Walker Bay tummeln, erklären kann sich das bisher noch keiner. Von anderen Gästen, die bereits Ende August bei mir waren, hatte ich gehört, dass sie die Wale sogar fressend, also mit geöffnetem Maul das Wasser durch ihre Barten filternd, gesehen haben. Davon war sogar der Skipper der Whalewatching-Tour sehr beeindruckt. Das hatte ich auch noch nie erlebt. Eigentlich lernt man immer, dass die Tiere sich in den antarktischen Meeren fett anfuttern und davon in der Zeit, die sie vor Südafrikas’s Küsten weilen, zehren.

    Wir sahen diese beeindruckende Tiere herumdümpeln, atmen, springen, sich um die eigene Achse rollend und mit der Schwanzflosse fest auf die Wasseroberfläche schlagend. Sie waren sehr nett und haben alles gegeben. Bestimmt hatten sie bei dem herrlichen Wetter auch großen Spaß.

    Dann haben wir noch den künstlichen Wal in Lebensgröße vor dem Hermanus Whale Museum angeschaut, was für alle auch sehr beeindruckend war.

    Für uns musste eine Tour mit dem Boot raus in die Bucht leider ausfallen, da der Wind am Nachmittag zunehmen sollte und die Bedingungen damit zu rauh geworden wären, alle Touren wurden gecancelt. Sindi hatte eh schon großen Respekt vor der Bootsfahrt, so dass sie eher erleichtert war.

    Umso mehr konnten wir dann unseren Lunch im The Marine genießen. Starter, Main und natürlich ein Dessert – alles war köstlich. Die Portionen waren so riesig, dass wir Boxen mitnehmen konnten und auch für die daheimgebliebenen Familien noch etwas da war.

    Auf dem Rückweg mussten wir uns dann beeilen. Wir sind über die R44 entlang der Küste über Kleinmond und Betty’s Bay zurückgefahren. Eigentlich wollte ich gerne noch einen Stopp am Stoney Point machen, um den Pinguinen zuzuschauen, aber die Zeit drängte dann leider etwas. Wir haben ja auch den wunderschönen Boulder’s Beach um die Ecke, sodass wir sicherlich noch einmal dahinfahren werden, um Pinguine zu sehen, sobald sich die Gelegenheit ergibt.

    Wir hatten auf jeden Fall alle viel Spaß auf unserem Mini-Betriebsausflug und werden das sicherlich noch öfter machen.

  • Vyn meets Whales

    Vyn meets Whales

    The season has started for us and the first guests have already arrived. But last Thursday we had a quiet day and the weather forecast for Hermanus was great. My great co-workers, Portia and Sindi, had told me that they had NEVER seen whales. They have both lived in Cape Town for (almost) their entire lives and have been working in guest houses for years. How many guests must they have listened to who came to Cape Town directly from Hermanus and enthusiastically reported their whale sightings?

    So I asked them if they would like to join me on a tour to Hermanus and the enthusiasm was great. Before we left, they both took photos in the lounge.

    So we took the N2 out, over Sir Lowry’s Pass straight on until we turned right just before Botrivier to take the R43 down to the coast. On the way, the memory of one of the ladies’ cell phones was already full, so much had they already photographed from the moving car. And the best was yet to come.

    When we arrived in Hermanus we immediately drove to the parking lot of The Marine Hotel, because we wanted to have lunch there later. The few steps to a full view of the first whales were quickly made and then we saw them: various groups of whales – mothers with their calves and also mating groups, i.e. several bulls swimming around a whale cow. For me, these huge marine mammals are still impressive, even though I have seen them so many times and I was very happy for the two of them to be able to experience this now.

    Afterwards we walked along the Cliff Path in beautiful sunshine and saw more and more whales. I had read that last counts had shown that this year especially many animals cavort in Walker Bay, no one can explain this yet. I had heard from other guests who had already been with me at the end of August that they had even seen the whales feeding, that is, filtering the water through their baleen with their mouths open. Even the skipper of the whale watching tour was very impressed by this. I had never experienced that either. Actually, one always learns that the animals eat fat in the Antarctic seas and feed on it during the time they spend off South Africa’s coasts.

    We saw these impressive animals darting around, breathing, jumping, rolling on their own axis and hitting the water surface firmly with their tail fin. They were very nice and gave everything. Surely they also had great fun in the beautiful weather.

    Then we looked at the artificial whale in life size in front of the Hermanus Whale Museum, which was also very impressive for everyone.

    For us, a tour by boat out into the bay unfortunately had to be cancelled, as the wind was supposed to increase in the afternoon and the conditions would have become too rough. Sindi already had great respect for the boat ride anyway, so she was rather relieved.

    All the more we could enjoy our lunch at The Marine. Starter, main and of course a dessert – everything was delicious. The portions were so huge that we were able to take boxes with us and there was still something for the families who stayed at home.

    Then on the way back we had to hurry. We returned using the R44 along the coast via Kleinmond and Betty’s Bay. Actually, I wanted to make a stop at Stoney Point to watch the penguins, but time was a bit short. We do have the beautiful Boulder’s Beach around the corner, so we will certainly go there again to see penguins when we get the chance.

    In any case, we all had a lot of fun on our mini company outing and will certainly do it more often.

  • Traumhaft schöner Diaz Beach – einfach ein Naturereignis

    Traumhaft schöner Diaz Beach – einfach ein Naturereignis

    Nach langer Zeit schaffe ich es endlich mal wieder, mich zu melden. An den beiden letzten Wochenenden habe ich Wanderungn rund um den Diaz Beach am Kap unternommen. Vorher war einfach so viel zu tun, dass ich von morgens früh bis abends spät beschäftigt war. Außerdem verbringe ich sehr gerne (zumindest meistens) viel Zeit auf der Baustelle, die sich langsam aber sicher endlich zu einem bezugsfertigen Haus wandelt. Bald ist es soweit. Unser Container dümpelte mit seinem Schiff fünf Tage lang vor dem Kapstädter Hafen, bevor dieses heute morgen endlich anlegen konnte. Jetzt steht einer Auslieferung am Ende der Woche nichts mehr im Weg. Der hiesige Spediteur hat mich schon informiert, dass alle Zollangelegenheiten erledigt sind und der Container bereits freigegeben wurde.
    Alle Möbel, die ich hier vor Ort habe anfertigen lassen und/oder bestellt habe werden in der Woche vor Ostern ebenfalls geliefert. Alle Liefertermine sind abgestimmt.
    Zuguterletzt habe ich ein riesiges Warenlager in dem Raum unter dem Cottage, das ich gemietet habe und den ich netterweise benutzen darf, angelegt. Dort befindet sich alles vom Juicer bis zum Erste-Hilfe-Koffer, was ich hier in den letzten Wochen zusammen getragen habe. Auch diese Sachen werden bald in das fertige Haus einziehen.

    Heute habe ich mir zum ersten Mal einen entspannten Sonntag gegönnt und bin mal wieder zum Kap gefahren. Ich kann euch jetzt schon sagen, der Tag endete sehr spannend. Etwas zu spannend für meinen Geschmack, um ehrlich zu sein. Aber er hatte dann doch ein gutes Ende…
    Ich habe am Cape Point geparkt und habe mich auf den Weg zum Cape of Good Hope gemacht.

    Nachdem ich vom Parkplatz aus ein wenig herunter gewandert war, sah ich bald eine Gruppe von Elen-Antilopen, die dort friedlich grasten. Ich hatte sie so weit unten am Kap noch nicht gesehen. Später, in der Nähe des Cape of Good Hope habe ich dann sogar noch eine weitere große Gruppe und einige Strauße angetroffen. Im Hintergrund der türkisblaue Atlantik unter einem strahlendblauen und wolkenlose Himmel, dabei kaum Wind. Was für ein wunderschöner Tag. Ich war noch ganz entspannt…

    Weiter ging es Richtung Diaz Beach. Noch am letzten Wochenende hatte sich “Buffel” der See-Elefant, der einst an diesen Stränden geboren wurde und jährlich wieder zurückkommt, hier aufgehalten. Das ist völlig unüblich, seine Artgenossen leben eigentlich rund um die Antarktis. “Buffel” kommt aber weiter gerne zum Fellwechsel, der wochenlang anhält und für ihn wohl auch nicht so angenehm ist, hierher. Oft findet man ihn auch auf dem Seal Island vor Hout Bay. Leider war ich aber zu spät. Er war nicht mehr da.
    Aber egal, dieser Diaz Beach, gelegen zwischen Cape Point und Cape of Good Hope, ist einfach ein Naturereignis. Vom Boardwalk aus gelangt man über 214 Stufen hinunter und auch wieder hoch. Das lohnt sich unbedingt, es ist traumhaft schön hier. Ich habe in viele glückliche Gesichter schauen dürfen. Meine Fotos können das wieder mal nur sehr unzureichend rüberbringen.

    Weiter ging es rüber zum Kap der Guten Hoffnung. Hier war zum ersten Mal seit der Pandemie richtig viel los. Sogar 4 Busse waren dort. Die Schlange zum Foto vor dem berühmten Schild war ewig lang. Ich habe mich dann nach einer Mitfahrgelegenheit zurück zum Cape Point umgehört. Schnell fand sich ein sehr nettes, junges, irisches Paar, das mich mitnahm. Nach einer netten Unterhaltung auf der Fahrt haben wir uns verabschiedet und ich habe mich mit meinem Auto auf den Weg zum Platboom Beach gemacht, wo ich  gerne noch durch die große Düne wandern wollte. Dort angekommen habe ich dann aber voller Schreck festgestellt, dass ich mein Mobiltelefon nicht mehr bei mir hatte. Oh weh, hatte ich es in dem Auto meiner Mitfahrgelegenheit liegen lassen? Ich gebe zu, “leichte” Panik kam auf. Alle Banking Apps, Kontakte, meine Fotos, die Möglichkeit, überhaupt mit irgendwem in Kontakt zu treten, alles weg…
    Ich fasse es jetzt kurz: Nach einem Rückweg, der so zum Genießen eingeladen hätte – Misty Cliffs, Scarborough, Noordhoek, Chapman’s Peak mit einer Fülle an raumhaften Ausblicken in der wunderschönen Spätnachmittagsonne – kam ich in Schweiß gebadet in meinem Cottage an, öffnete mein Mailprogramm und siehe da, die findigen Irländer hatten mein Telefon bei ihrer Rückkehr neben (!) ihrem Auto gefunden und sich über die letzte Kontaktperson, die sie auf dem Handy sehen konnten, unsere Adresse in Hout Bay besorgt und mein Telefon bei unseren Nachbarn abgegeben. Vielen Dank an Eimar, Dave, Sabine, Saidah and Patrick!!!!
    Ich bin überglücklich und sehr dankbar!

    Das hatte ich alles am letzten Wochenende geschrieben, aber noch nicht gesendet. Um mein Hirn zu rebooten und diesen Stress bezogen auf meinen Wohlfühlort Kap darin zu löschen, bin ich an diesem Wochenende wieder hin gefahren und würde euch gerne noch ein paar Fotos von diesem Besuch zeigen.

    Es startete wieder sonnig mit ein paar Tiersichtungen – heute ein Baboon – dann habe ich wieder die Elen-Antilopenherde gesehen und erneut einige Strauße. Dann zog aber ganz tiefliegender Nebel aus Süden rein, manchmal fand die Sonne noch eine Lücke und schien wieder hinein – es sah wunderschön aus.

    Auf dem Chapman’s Peak Drive auf meiner Rükfahrt hatte ich dann einen tollen Blick über Hout Bay, der Nebel zog über das Wasser. Fast das ganze Örtchen lag darin verborgen aber wo schien die Sonne? Über dem Vyn Guest House im Brunia Way. Wenn das mal kein gutes Zeichen ist, so kurz vor der Eröffnung!

  • Touching Trip to Robben Island and Climbing Table Mountain

    Touching Trip to Robben Island and Climbing Table Mountain

    Saturday: Waterfront and Robben Island

    During my last stay I experienced a weekend of contrasts. On Saturday I went shopping at the Waterfront because I needed a present for our little grandson. You can find clothes for girls on every corner, so why is it so much harder to find something nice for little boys? Actually, I wanted to just drift through the city on a day without appointments, after the usual daily tour of the construction site 😉 but then, at the Clocktower, I had the idea to finally take the tour to Robben Island. I had never had the chance to do that before. I thought about it, asked – and lo and behold, there were still a few places available.

    I had read so much about this tour, everything from crowded to very moving tours. It was a bit of both for me. Yes, I do not like participating in crowded activities at all. You wait in a long queue at the Nelson Mandela Gateway until you are allowed on the catamaran. Then it seems to take forever until things finally get going. After leaving the harbour, it became only a little rocky at first, but then the waves increased as the journey progressed, and some people complied with the request to raise their hands if they needed a sick bag. I kept my eyes fixed on the horizon and thankfully got by. Arriving at Robben Island harbour, we all walked over to the waiting buses and then I experienced the time spent in the smaller group as much more pleasant. Our guide, a former member of the Pan Africanist Congress (PAC), asked around which nationality we all belonged to and was actually able to establish a connection to the history of Robben Island for each of us. It was utilised early on as a convict colony, but it also served, for example, as an isolation camp for lepers, as a hospital for mentally ill people “lunatics”, as a military base during the Second World War and then again as a convict camp, this time mainly for those politically persecuted by the apartheid government, such as Nelson Mandela and Robert Sobukwe. As our guide had met Mandela personally on several occasions, he was able to contribute many anecdotes and interesting stories about him.

    After a drive around the island with a stop on the south side overlooking Table Mountain, we arrived at the prison where the political prisoners were held until 1991. At this point, the tour became very moving, because a former prisoner took over and described the cruel past to us from his personal point of view. He first showed us a cell for up to 36 prisoners and then the so-called B-section, where the 30 leaders of the anti-apartheid government who were imprisoned here had to live in tiny individual cells. They were only permitted to leave them twice a day for 30 minutes at a time in order to be able to move around a bit in the yard. Further communication had to take place through the small windows of the cells.

    One can easily imagine how firm friendships developed during this time of isolation, which led to the later President Nelson Mandela appointing eleven of his former fellow prisoners to his government.

    I am glad that I went on this tour, but I would have been more than happy to have Klaus by my side. It was not easy to cope and process what I had seen on my own.

    Sunday: Hiking Table Mountain via Platteklip Gorge

    Having looked from Robben Island onto Table Mountain on Saturday, the opposite took place on Sunday. I climbed Table Mountain. I chose the easy route today – Platteklip Gorge. I went up via Table Mountain Road, past the Lower Cableway Station, to the signpost indicating the way. You can easily recognise the spot because there is usually a small coffee truck there.

    Now it is uphill. The small gorge through which you reach the plateau of Table Mountain is already clearly visible from below. More precisely, you arrive through the small gorge between the back and the top of the mountain. From there it is only a few minutes to the upper cableway station or about 30 minutes to the highest point, Maclear’s Beacon. Along the way, as always, I had pleasant conversations with people of different nationalities. You simply keep seeing each other again and again as you stand panting on the sidewalk and then take turns overtaking each other. Especially enjoyable today was meeting a group of four Swedish women and a woman from Singapore.

    As we climbed higher, we could see Robben Island behind Signal Hill. It looked so close, nothing like the 40 minutes it had taken the catamaran yesterday from the Waterfront. After about 2 hours we had all made it, and we were at the top. Such a nice feeling. Unfortunately, I had made the absolute rookie mistake of not checking the cableway website in advance, because oops, it was not running “due to adverse weather conditions” today. Curiously, it was not particularly windy, and it was sunny, too. The restaurant was also closed. It was pleasantly empty with only the hikers on top, but I had brought nothing but my water bottle. From my last descent in September, I still remembered how my legs felt like jelly when my blood sugar was dropping. I had to slide down the steep parts more or less on my bottom. Was I about to face that challenge again? A nice young man from a German group gave me a muesli bar, which made me feel more confident. THANK YOU SO MUCH!!!

    When the cableway started up again shortly afterwards and the first cable car arrived, there was great excitement among the assembled hikers. The restaurant was also due to open as soon as the staff were due to arrive at the top with more cable cars. After enjoying the views all around as I always do and seeing that nothing was happening in the restaurant yet, I decided to head back down and thoroughly enjoyed the café latte served at the starting point of my hike.

  • Berührende Tour nach Robben Island und Wanderung auf den Tafelberg

    Berührende Tour nach Robben Island und Wanderung auf den Tafelberg

    Samstag: Waterfront und Robben Island

    Während meines letzten Aufenthalts habe ich ein Wochenende der Gegensätze erlebt. Am Samstag war ich zuerst an der Waterfront bummeln, ich brauchte noch ein Geschenk für unseren kleinen Enkel. Kleidung für Mädchen finde ich an jeder Ecke, warum ist es so viel schwerer, etwas Schönes für kleine Jungs zu finden? Eigentlich wollte ich mich an einem Tag ohne Termine, nach der üblichen, täglichen Baustellenbegehung 😉, einfach so durch die Stadt treiben lassen, aber dann hatte ich am Clocktower die Idee, doch endlich mal die Tour nach Robben Island zu machen. Dazu war ich noch nie gekommen. Gedacht, nachgefragt – und siehe da, es waren noch wenige Plätze frei.

    Ich hatte soviel über diese Tour gelesen, da war alles dabei von Massen-Touritour bis hin zu sehr bewegend. Für mich war es ein bisschen von beidem. Ja, ich mag es gar nicht, an Massenveranstaltungen teilzunehmen. Man steht im Nelson-Mandela-Gateway in einer langen Schlange an, bis man erst mal auf den Katamaran darf. Dann dauert es gefühlt ewig, bis es endlich losgeht. Raus aus dem Hafen wurde es zunächst nur etwas schaukelig, die Wellen nahmen dann im weiteren Verlauf weiter zu und der Aufforderung, die Hand zu heben, wenn man eine Spucktüte benötigt, kamen dann doch einige Menschen nach. Ich habe starr auf den Horizont geschaut und kam glücklicherweise klar. Angekommen im Hafen von Robben Island liefen wir dann alle hinüber zu den bereitstehenden Bussen und dann empfand ich den Aufenthalt in der kleineren Gruppe als deutlich angenehmer. Unser Guide, ein ehemaliges Mitglied des Pan Africanist Congress (PAC) hat herumgefragt, welcher Nationalität wir so alle angehörten und konnte doch tatsächlich für jede genannte einen Bezug zur Geschichte Robben Islands herstellen. Diese wurde schon früh als Sträflingskolonie „genutzt“, sie diente aber z.B. auch zur Isolierung von Leprakranken, als Krankenhaus für geistig kranke Menschen „Lunatics“, als Militärbasis im 2. Weltkrieg und wurde dann wieder als Sträflingslager, nun vor allem für politisch Verfolgte der Apartheids-Regierung, wie Nelson Mandela und Robert Sobukwe, genutzt. Da unsere Guide Mister Mandela zu mehreren Gelegenheiten persönlich getroffen hatte, konnte er viele Anekdoten und interessante Geschichten über ihn beisteuern.

    Nach einer Fahrt um die Insel mit einem Stopp auf der Südseite mit tollem Blick auf den Tafelberg erreichten wir dann eben das Gefängnis, in dem die politischen Gefangenen bis 1991 einsaßen. Jetzt wurde es sehr bewegend, denn ein ehemaliger Häftling übernahm und schilderte uns die grausame Vergangenheit aus seiner persönlichen Sicht. Er zeigte uns zunächst eine Zelle für bis zu 36 Häftlinge und dann die sogenannte B-Section, in der die 30 Anführer der Anti-Apartheidsregierung die hier einsaßen, in winzigen Einzelzellen leben mussten. Diese durften sie nur zweimal täglich für jeweils 30 Minuten verlassen, um sich im Hof etwas bewegen zu können. Weitere Kommunikation musste über die kleinen Fenster der Zellen erfolgen.

    Man kann sich gut vorstellen, dass in dieser Zeit der Isolation feste Freundschaften entstanden, die dazu führten, dass der spätere Präsident Nelson Mandela elf seiner ehemaligen Mithäftlinge in seine Regierung berief.

    Ich bin froh, dass ich diese Tour gemacht habe, es wäre aber sicherlich einfacher gewesen, wenn ich Klaus an meiner Seite gehabt hätte. Das Gesehene allein zu verkraften und zu verarbeiten war wirklich happig.

    Sonntag: Wanderung auf den Tafelberg via Platteklip Gorge

    Nachdem ich am Samstag von Robben Island auf den Tafelberg geblickt hatte, machte ich es am folgenden Sonntag umgekehrt. Ich bin auf den Tafelberg gestiegen. Dazu habe ich die einfachste Route gewählt – Platteklip Gorge. Über die Tafelberg Road geht es hoch, vorbei an der Lower Cableway Station, bis zum entsprechenden Schild, das den Weg weist. Gut erkennt man die Stelle auch daran, dass dort meist ein kleiner Kaffeetruck steht.

    Jetzt ging es bergauf. Bereits von unten ist die kleine Schlucht gut zu erkennen, durch die man hoch auf das Plateau des Tafelbergs gelangt. Genauer gesagt, kommt man oben zwischen Back und Main Table an. Von dort aus sind es nur noch ein paar Minuten bis zur Upper Cableway Station oder etwa 30 min. bis zum höchsten Punkt, dem Maclears Beacon. Unterwegs hatte ich wie immer nette Gespräche mit Menschen unterschiedlichster Nationalität. Man sieht sich halt immer wieder, wenn man schnaufend an der Seite steht und sich dann abwechselnd überholt. Besonders nett waren heute die Treffen mit einer Gruppe von 4 schwedischen Frauen und mit einer Frau aus Singapur. Motivierend war es immer wieder, den Jubel on oben zu hören, wenn eine Gruppe angekommen war.

    Als wir höher kamen, konnten wir Robben Island hinter dem Signal Hill erkennen. Es sah so nah aus, nicht nach 40 Minuten, die der Katamaran gestern von der Waterfront aus gebraucht hatte. Nach etwa 2 Stunden hatten wir es alle geschafft, wir waren oben. So ein schönes Gefühl. Leider hatte ich den absoluten Anfängerfehler gemacht und nicht vorab auf die Website der Cableway geschaut, denn oh nein, sie fuhr heute nicht, „due to adverse weather conditions“. Komisch, es war doch gar nicht besonders windig und sonnig war es auch noch. Auch das Restaurant war geschlossen. Nur mit den Wanderern oben war es angenehm leer, aber ich hatte nichts außer meiner Wasserflasche dabei. Von meinem letzten Abstieg im September hatte ich noch gut in Erinnerung, wie meine Beine sich in unterzuckertem Zustand anfühlten, wie Wackelpudding. Ich musste an den steilen Stellen mehr oder weniger auf dem Popo herunterrutschen. Nun also wieder? Ein netter junger Man aus einer deutschen Gruppe gab mir einen Müsliriegel, was mich schon zuversichtlicher stimmte. VIELEN DANK!!!

    Als kurz danach die Cableway wieder ansprang und die erste Gondel hochkam, war der Jubel unter den versammelten Wanderern groß. Auch das Restaurant sollte öffnen, sobald die Mitarbeiter mit weiteren Gondeln oben eingetroffen sein würden. Nachdem ich die Ausblicke rundherum wie immer sehr genossen habe und sich im Restaurant noch nichts tat, entschied ich mich dann doch, wieder runter zu fahren und habe am Startpunkt meiner Wanderung den dort angebotenen Café Latte sehr genossen.

  • Beautiful hike up Chapman’s Peak with breathtaking views

    Beautiful hike up Chapman’s Peak with breathtaking views

    Today I hiked and climbed Chapman’s Peak in slightly stormy weather. It was simply magnificent. During the ascent, you can enjoy more and more fantastic viewpoints of the valley and the bay of Hout Bay, and later across Noordhoek, up to Fish Hoek and False Bay. The view into the distance was a bit hazy today, but on a cloudless day, you can see as far as Cape Hangklip, which borders False Bay on the eastern side.

    But from the beginning…

    I drove from Hout Bay via the Main Road onto Chapman’s Peak Drive. At the toll booth, you just inform them that you only need a day pass, and then you do not have to pay the toll. Now I was able to drive the first part of this beautiful coastal road to the place where you have to show your ticket. Up to here, you are able to visit free of charge with the Day Pass. After the usual, as always very friendly “Good morning, how are you?”, the nice young man directed me to a small car park on the left. So off I went, parked the car, put on my hiking boots, strapped my backpack on and off we went. By the way, be sure to keep your day pass, as you will have to show it again at the toll station on the return trip to be allowed to pass again without paying the toll.

    Valley between Noordhoek Peak and Lower Chapman’s Peak

    The path up from the car park first leads up through the valley between Noordhoek Peak on the left and Lower Chapman’s Peak on the right. From afar, the vegetation of the mountain slopes appears quite monotonous. Often it seems as if very little grows here. But the opposite is the case. You walk through a natural garden that is absolutely overwhelming in its diversity and beauty. New plants, blossoming in all the colours of the rainbow, constantly come into view. I wish I knew all their names. Fun fact for my former colleagues at the Ulrich pharmacy: The Cape Pelargonium (Pelargonium sidoides) grows here, from whose roots the essence for Umckaloabo is extracted. In addition, there are countless species of fynbos plants, beautiful orchids and the often so sculptural succulent species that I love so much here.

    Traverse

    At a large pile of stones, I came to a junction. More or less straight ahead the path continues up to the Constantiaberg peak . This is a somewhat longer hike, which I would like to do when I have more time. The right fork is the route I want to take today. The path now leads over to the slope of Lower Chapman’s Peak, I continue up its slope and below the peak, I walk around it to the right. Now I have a clear view of my destination for today. I continued to climb until I reached the saddle between Lower and the actual Chapman’s Peak, a little out of breath and with an open mouth. The view over Noordhoek with its long, beautiful sandy beach to the Kommetjie lighthouse, over to Fish Hoek and across False Bay simply leaves you speechless. From up there I can also see, for instance, the beautiful Cape Point Vineyard with its striking dam or Lake Michelle with its housing estate.

    Chapman’s Peak

    Now I just have to conquer the last part of the desired summit. Shortly before the end, the path forks again. When I first climbed it, I took the right fork. Here you have to climb up the rocks to get to the top. On the way down, I noticed that it is quite easy to reach the summit on the left. So this was my preferred route today, and it all went very quickly.

    Dream Panorama

    Suddenly I was standing up there with this indescribable 360° panorama – simply spectacular and beautiful. The bay of Hout Bay lies in the sun, its water ranging in colours from light turquoise to dark blue. You can see our Vyn Guest House right next to the big dune and behind it, the view stretches across the vast Atlantic. The Sentinel, which borders the bay on the western side, also looks very formidable from up here.
    In shelter from the wind by a large rock, I could enjoy the view and bring my water balance back into equilibrium. As always on a hike in South Africa, you should remember to bring enough water, sunglasses and/or a hat, good sun protection and a light, windproof jacket or fleece. Nothing will then stand in the way of your hike. Have fun! 😉